Mechanischer Stau versus autoimmune Entzündung
Löst sich die Steifigkeit nach 10 Minuten warmem Wasser und leichten Faustbewegungen, handelt es sich meist um das Zusammenspiel aus zäher Synovia und Knorpelabrieb bei Fingerarthrose. Sind die Fingergrundgelenke jedoch teigig geschwollen, schmerzen in Ruhe und bleibt die Steifigkeit über Stunden bestehen, muss zwingend eine rheumatoide Arthritis ausgeschlossen werden.
Das warme Linsen- oder Rapssamenbad
Ein bewährter Geheimtipp aus der Ergotherapie: Erwärmen Sie eine Schüssel mit getrockneten Linsen oder Rapssamen in der Mikrowelle auf angenehme Handwärme. Vergraben Sie die Hände darin und bewegen Sie die Finger langsam – das spendet Tiefenwärme und massiert sanft.
„Gelenke leben von rhythmischer Be- und Entlastung. Bewegung ist keine Gefährdung, sondern die physiologische Voraussetzung für Knorpelernährung und Schmerzfreiheit.“
Wann zum Arzt?
Sollten die Beschwerden plötzlich ohne erkennbaren Anlass einschießen, nach einem Sturz auftreten, mit Rötung, Hitzegefühl, sichtbarer Schwellung oder Taubheitsgefühlen einhergehen, ist eine zeitnahe orthopädische oder rheumatologische Diagnostik unerlässlich.