Hände · MEDIZINISCHE HINTERGRÜNDE

Fingerschmerzen: Heberden-, Bouchard- und Rhizarthrose verstehen

Wenn das Öffnen von Schraubverschlüssen zur Qual wird: Warum Fingergelenke so häufig von Knorpelveränderungen betroffen sind.

Fingerschmerzen: Heberden-, Bouchard- und Rhizarthrose verstehen

Die verschiedenen Formen der Fingerarthrose

In der Handheilkunde unterscheidet man präzise nach Lokalisation: Die Heberden-Arthrose betrifft die Fingerendgelenke (DIP) und führt oft zu kleinen knöchernen Knötchen. Die Bouchard-Arthrose befällt die Fingermittelgelenke (PIP). Die Rhizarthrose ist der schmerzhafte Verschleiß des Daumensattelgelenks an der Daumenbasis, der das kraftvolle Zugreifen massiv erschwert.

Ursachen und Risikofaktoren

Fingerarthrosen haben eine starke genetische Komponente und treten bei Frauen nach den Wechseljahren deutlich häufiger auf, was auf hormonelle Einflüsse hinweist. Doch auch jahrelange intensive Handarbeit oder frühere Knochenbrüche können die Entstehung begünstigen.

Konservative Hilfen

Wärmeanwendungen (warmes Rapssamenbad), ergonomische Hilfsmittel für Küchenutensilien und spezielle Daumenorthesen zur Entlastung in Ruhephasen lindern den Schmerz spürbar.

„Gelenke leben von rhythmischer Be- und Entlastung. Bewegung ist keine Gefährdung, sondern die physiologische Voraussetzung für Knorpelernährung und Schmerzfreiheit.“

Wann zum Arzt?

Sollten die Beschwerden plötzlich ohne erkennbaren Anlass einschießen, nach einem Sturz auftreten, mit Rötung, Hitzegefühl, sichtbarer Schwellung oder Taubheitsgefühlen einhergehen, ist eine zeitnahe orthopädische oder rheumatologische Diagnostik unerlässlich.


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