Die Wirkungsweise von NSAR (Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen)
Nichtsteroidale Antirheumatika hemmen das Enzym Cyclooxygenase (COX), wodurch die Bildung entzündungs- und schmerzfördernder Prostaglandine gedrosselt wird. Sie lindern Schmerzen und wirken gleichzeitig entzündungshemmend. Bei dauerhafter Einnahme können sie jedoch Magenschleimhaut, Nieren und Herz-Kreislauf-System belasten.
Topische Schmerzgele: Lokale Wirkung mit weniger Nebenwirkungen
Bei oberflächlich liegenden Gelenken wie Knie, Hand oder Sprunggelenk empfehlen Leitlinien bevorzugt schmerzlindernde Gele (z. B. Diclofenac-Gel). Der Wirkstoff dringt durch die Haut ins Gelenkgewebe ein, während die Konzentration im Blutkreislauf und damit das Nebenwirkungsrisiko um bis zu 90 Prozent geringer ist als bei Tabletten.
Die Rolle von Paracetamol und Opioiden
Paracetamol wirkt schmerzlindernd, aber nicht entzündungshemmend; aktuelle Studien zeigen bei Arthrose nur minimale Effekte. Starke Opioide sollten wegen des Gewöhnungs- und Sturzrisikos nur in absoluten Ausnahmefällen kurzfristig eingesetzt werden.
„Gelenke leben von rhythmischer Be- und Entlastung. Bewegung ist keine Gefährdung, sondern die physiologische Voraussetzung für Knorpelernährung und Schmerzfreiheit.“
Wann zum Arzt?
Sollten die Beschwerden plötzlich ohne erkennbaren Anlass einschießen, nach einem Sturz auftreten, mit Rötung, Hitzegefühl, sichtbarer Schwellung oder Taubheitsgefühlen einhergehen, ist eine zeitnahe orthopädische oder rheumatologische Diagnostik unerlässlich.