Behandlung · MEDIZINISCHE HINTERGRÜNDE

Operationen und Gelenkersatz: Wann eine Endoprothese infrage kommt

Ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk ist ein großer Schritt. Wann ist der richtige Zeitpunkt und wie sieht der Weg zurück in die Mobilität aus?

Operationen und Gelenkersatz: Wann eine Endoprothese infrage kommt

Die 'Ultima Ratio': Ausschöpfen der konservativen Optionen

Ein Gelenkersatz (Totalendoprothese, TEP) steht am Ende des Behandlungsweges. Erst wenn Krankengymnastik, Gewichtsmanagement, Schmerztherapie und Hilfsmittel über mindestens 3 bis 6 Monate keine ausreichende Linderung bringen und der Leidensdruck im Alltag unerträglich wird, ist eine OP indiziert.

Moderne Operationsverfahren und Haltbarkeit

Minimalinvasive OP-Techniken schonen Muskeln und Sehnen. Moderne Knie- und Hüftprothesen aus Titan, Keramik und hochvernetztem Polyethylen weisen heute eine exzellente Haltbarkeit auf: Über 90 Prozent der Prothesen funktionieren nach 15 bis 20 Jahren noch einwandfrei.

Die unverzichtbare Rolle der Anschlussheilbehandlung (Reha)

Die Operation setzt nur die mechanische Basis. Die eigentliche Wiederherstellung von Kraft, Koordination und sicherem Gehen findet in den Wochen danach in der Rehabilitation statt. Aktives Mitwirken des Patienten ist der entscheidende Erfolgsfaktor.

„Gelenke leben von rhythmischer Be- und Entlastung. Bewegung ist keine Gefährdung, sondern die physiologische Voraussetzung für Knorpelernährung und Schmerzfreiheit.“

Wann zum Arzt?

Sollten die Beschwerden plötzlich ohne erkennbaren Anlass einschießen, nach einem Sturz auftreten, mit Rötung, Hitzegefühl, sichtbarer Schwellung oder Taubheitsgefühlen einhergehen, ist eine zeitnahe orthopädische oder rheumatologische Diagnostik unerlässlich.


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