Frühzeichen einer beginnenden Hüftarthrose
Ein erstes Warnzeichen ist oft die schleichende Einschränkung der Innenrotation: Das Drehen des Beines nach innen schmerzt oder blockiert. Im Alltag bemerken Betroffene dies beim Schneiden der Fußnägel, Anziehen von Socken oder Einsteigen ins Auto. Hinzu kommt der typische Anlaufschmerz nach Ruhephasen.
Das Hinkmuster: Trendelenburg-Zeichen vermeiden
Schmerzt die Hüfte, versuchen Betroffene automatisch, die Standphase des betroffenen Beins zu verkürzen. Bei Schwäche der Gesäßmuskulatur kippt das Becken zur gesunden Seite ab (Trendelenburg-Hinken) oder der Oberkörper wiegt sich über das Standbein (Duchenne-Hinken). Gezielte Kräftigung kann diesen fatalen Schonmechanismus stoppen.
Ergonomie und Hilfsmittel im Alltag
Ein leicht erhöhter Sitz (Keilkissen), Schuhanzieher mit langem Griff, das Vermeiden tiefer Sofas und die Nutzung eines Gehstocks auf der Gegenseite (!) halbieren die Gelenkbelastung im Alltag und bewahren Mobilität.
„Gelenke leben von rhythmischer Be- und Entlastung. Bewegung ist keine Gefährdung, sondern die physiologische Voraussetzung für Knorpelernährung und Schmerzfreiheit.“
Wann zum Arzt?
Sollten die Beschwerden plötzlich ohne erkennbaren Anlass einschießen, nach einem Sturz auftreten, mit Rötung, Hitzegefühl, sichtbarer Schwellung oder Taubheitsgefühlen einhergehen, ist eine zeitnahe orthopädische oder rheumatologische Diagnostik unerlässlich.