Warum Bewegung Knorpel heilt und schützt
Jede sanfte Bewegung presst Gelenkflüssigkeit in den Knorpel und regt die Durchblutung der umgebenden Weichteile an. Zudem bewirkt regelmäßige aerobe Aktivität die Ausschüttung körpereigener Schmerzhemmer (Endorphine) und dämpft systemische Entzündungswerte im Blut.
Die Top 3 Sportarten bei Kniebeschwerden
1. Radfahren (oder Ergometer): Das Körpergewicht ruht auf dem Sattel, während die Beine gleichmäßig und ohne Stoßbelastung kreisen. Der Sattel sollte hoch genug eingestellt sein, damit das Knie nicht über 90 Grad gebeugt werden muss. 2. Wassergymnastik und Schwimmen (Kraulbeinschlag): Der Auftrieb des Wassers reduziert das scheinbare Körpergewicht um bis zu 90 Prozent. 3. Zügiges Spazierengehen auf weichen Waldwegen mit stoßdämpfenden Schuhen.
Was Sie vermeiden sollten
Sportarten mit abrupten Abstoppbewegungen (Stop-and-Go wie Squash, Tennis oder Fußball), extreme Stoßbelastungen auf Asphalt sowie langes, tiefes Hocken oder Knien sollten bei fortgeschrittener Kniearthrose reduziert werden.
„Gelenke leben von rhythmischer Be- und Entlastung. Bewegung ist keine Gefährdung, sondern die physiologische Voraussetzung für Knorpelernährung und Schmerzfreiheit.“
Wann zum Arzt?
Sollten die Beschwerden plötzlich ohne erkennbaren Anlass einschießen, nach einem Sturz auftreten, mit Rötung, Hitzegefühl, sichtbarer Schwellung oder Taubheitsgefühlen einhergehen, ist eine zeitnahe orthopädische oder rheumatologische Diagnostik unerlässlich.